Wenn Ihre Klarna-Rechnung nicht genehmigt wird, kann das verschiedene Ursachen haben, die von Ihrer Bonität bis zu technischen Problemen reichen. Sie fragen sich vielleicht, warum Sie bei einem Kauf plötzlich nicht mehr auf Rechnung bestellen können, obwohl dies zuvor problemlos möglich war.



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Gründe für die Ablehnung Ihrer Klarna-Rechnung

Die Entscheidung, ob Sie eine Bestellung auf Rechnung bei Klarna tätigen können, basiert auf einer sorgfältigen Prüfung verschiedener Faktoren. Klarna führt zur Risikominimierung eine Bonitätsprüfung durch. Diese ist entscheidend für die Genehmigung.

Bonitätsprüfung und SCHUFA-Abfrage

Klarna führt im Rahmen des Bestellprozesses eine Bonitätsprüfung durch, um das Ausfallrisiko zu bewerten. Hierbei wird in der Regel eine Abfrage bei der SCHUFA Holding AG (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) vorgenommen. Die SCHUFA sammelt und speichert Daten zur Kreditwürdigkeit von Verbrauchern. Ein negativer SCHUFA-Eintrag, wie beispielsweise offene Forderungen, Zahlungsverzug oder gekündigte Verträge, kann direkt zu einer Ablehnung Ihrer Rechnungbestellung führen.

Auch ein sehr niedriger oder nicht vorhandener SCHUFA-Score kann ein Hindernis darstellen. Ein fehlender oder sehr kurzer Kredithistorie, insbesondere bei jungen Erwachsenen, kann dazu führen, dass Klarna keine ausreichende Datengrundlage für eine positive Bonitätsbewertung hat.

Informationen aus dem Schuldnerverzeichnis

Klarna prüft auch, ob Einträge in öffentlichen Schuldnerverzeichnissen vorliegen. Solche Einträge, wie z.B. nach einem gerichtlichen Mahnverfahren oder einer Zwangsvollstreckung, sind ein starkes Indiz für Zahlungsschwierigkeiten und führen in der Regel zu einer Ablehnung.

Vollständigkeit und Korrektheit Ihrer Daten

Bei der Eingabe Ihrer persönlichen Daten während des Bestellvorgangs ist Genauigkeit von größter Bedeutung. Unvollständige Angaben, Tippfehler in Namen, Adressen oder Geburtsdaten können dazu führen, dass Klarna Ihre Identität nicht zweifelsfrei feststellen kann oder die Daten nicht mit den hinterlegten Bonitätsinformationen übereinstimmen.

Auch die Übereinstimmung der Rechnungs- und Lieferadresse kann eine Rolle spielen. Wenn die Lieferadresse erheblich von Ihrer Meldeadresse abweicht und Sie dies nicht als neue Lieferadresse hinterlegt haben, kann dies als erhöhtes Risiko eingestuft werden.

Vorherige Zahlungsausfälle oder offene Forderungen bei Klarna

Sollten Sie in der Vergangenheit bereits Bestellungen über Klarna getätigt und diese nicht oder nur mit Verzögerung beglichen haben, kann dies Ihre Bonität bei Klarna negativ beeinflussen. Offene oder bereits gemahnte Forderungen bei Klarna selbst sind ein direkter Grund für eine Ablehnung zukünftiger Bestellungen auf Rechnung.

Limit für offene Forderungen

Klarna legt für jeden Kunden ein individuelles Limit für offene Forderungen fest. Dieses Limit berücksichtigt Ihre bisherige Zahlungshistorie, Ihre Bonität und die allgemeine Risikobewertung. Wenn der Wert Ihrer aktuellen Bestellung dieses Limit überschreitet oder Sie bereits offene Bestellungen haben, deren Summe das Limit erreicht oder überschreitet, kann die neue Bestellung abgelehnt werden.

Bestellhistorie und Kaufverhalten

Obwohl Klarna dies nicht explizit kommuniziert, kann auch Ihr allgemeines Kaufverhalten und Ihre Bestellhistorie bei Klarna eine Rolle spielen. Ungewöhnlich hohe Bestellwerte, eine hohe Anzahl von Retouren oder ein auffälliges Muster bei Ihren Bestellungen könnten als Risikofaktoren eingestuft werden.

Technische Probleme oder systembedingte Ablehnung

Wenngleich seltener, können auch technische Probleme auf Seiten von Klarna oder des Online-Shops zu Ablehnungen führen. Dies kann beispielsweise durch Serverausfälle, fehlerhafte Schnittstellen oder vorübergehende Systemstörungen bedingt sein.

Manchmal werden Bestellungen auch automatisch durch das System abgelehnt, wenn bestimmte Kriterien nicht erfüllt sind, ohne dass eine detaillierte manuelle Prüfung stattfindet. Dies kann verschiedene, oft nicht offensichtliche Algorithmen beinhalten.

Alter und Wohnsitz

Für die Nutzung von Klarna-Zahlungsmethoden gibt es Altersgrenzen. In der Regel müssen Sie volljährig sein. Auch der Wohnsitz kann eine Rolle spielen, da Klarna nur in bestimmten Ländern und Regionen aktiv ist.

Zusammenfassung der Ablehnungsgründe

Kategorie Beschreibung Mögliche Auswirkung
Bonitätsprüfung Bewertung Ihrer Kreditwürdigkeit durch Abfrage von Auskunfteien wie SCHUFA. Niedriger Score, negative Einträge führen zur Ablehnung.
Persönliche Daten Korrektheit und Vollständigkeit Ihrer Angaben (Name, Adresse, Geburtsdatum). Fehlerhafte Daten können zur Ablehnung führen.
Zahlungshistorie Frühere Erfahrungen mit Klarna oder anderen Zahlungsdienstleistern. Offene Forderungen oder Zahlungsausfälle bei Klarna führen zur Ablehnung.
Bestelllimits Individuelles Limit für offene Forderungen bei Klarna. Überschreitung des Limits führt zur Ablehnung.
Systemfaktoren Automatische Algorithmen und technische Prozesse bei Klarna. Kann zu Ablehnungen aus verschiedenen, teils undurchsichtigen Gründen führen.

Was können Sie tun, wenn Ihre Klarna-Rechnung abgelehnt wird?

Wenn Ihre Bestellung auf Rechnung mit Klarna abgelehnt wird, ist das frustrierend, aber es gibt mehrere Lösungsansätze.

Prüfen Sie Ihre persönlichen Daten

Gehen Sie den Bestellvorgang nochmals durch und stellen Sie sicher, dass alle eingegebenen Daten korrekt und vollständig sind. Achten Sie besonders auf Tippfehler bei Ihrem Namen, Ihrer Adresse und Ihrem Geburtsdatum. Überprüfen Sie, ob die Rechnungs- und Lieferadresse übereinstimmen oder korrekt als abweichende Lieferadresse angegeben wurde.

Prüfen Sie Ihre Bonität

Sie haben das Recht, einmal im Jahr eine kostenlose Selbstauskunft bei der SCHUFA einzuholen. Überprüfen Sie diese auf Einträge, die Ihnen nicht bekannt sind oder die falsch sein könnten. Falsche oder veraltete Einträge können Sie bei der SCHUFA reklamieren.

Kontaktieren Sie den Kundenservice von Klarna

Obwohl Klarna aus Datenschutzgründen oft keine detaillierten Gründe für eine Ablehnung nennt, können Sie versuchen, den Kundenservice zu kontaktieren. Manchmal erhalten Sie eine allgemeine Erklärung oder Hinweise, woran es gelegen haben könnte. Seien Sie sich bewusst, dass Sie in der Regel keine detaillierten Auskünfte über die genauen Gründe erhalten werden, da dies unter das Geschäftsgeheimnis fällt.

Nutzen Sie alternative Zahlungsoptionen

Die meisten Online-Shops bieten neben Klarna auf Rechnung auch andere Zahlungsarten an. Prüfen Sie, ob Sie mit anderen Diensten wie PayPal, Kreditkarte, Lastschrift oder Sofortüberweisung bezahlen können. Dies ist oft die schnellste und unkomplizierteste Lösung, um Ihre Bestellung dennoch abschließen zu können.

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Warten Sie und versuchen Sie es später erneut

Manchmal sind Ablehnungen nur temporär. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn kurzfristig technische Probleme bestehen oder eine automatische Sperre aufgrund ungewöhnlicher Aktivitäten besteht. Warten Sie einige Tage oder Wochen und versuchen Sie es dann erneut. Achten Sie darauf, ob sich Ihre Bonitätssituation in der Zwischenzeit verbessert hat.

Prüfen Sie Ihre offenen Forderungen bei Klarna

Vergewissern Sie sich, dass keine offenen oder überfälligen Zahlungen bei Klarna vorliegen. Melden Sie sich in Ihrem Klarna-Konto an und prüfen Sie den Status Ihrer bisherigen Bestellungen und Zahlungen.

Häufige Missverständnisse bei Klarna-Ablehnungen

Es gibt einige verbreitete Annahmen, warum Klarna eine Rechnung ablehnt, die nicht immer zutreffen.

Mythos: Ablehnung bedeutet immer eine schlechte SCHUFA

Das ist nicht zwangsläufig der Fall. Zwar ist die SCHUFA ein wichtiger Faktor, aber auch Faktoren wie eine sehr kurze Kredithistorie (z.B. bei jungen Erwachsenen) oder eine unvollständige Datenlage können zu einer Ablehnung führen, auch wenn keine negativen Einträge vorliegen.

Mythos: Eine Ablehnung ist immer permanent

Ablehnungen können temporär sein. Wenn sich Ihre finanzielle Situation verbessert oder sich systemische Faktoren ändern, kann eine spätere Bestellung auf Rechnung wieder genehmigt werden. Regelmäßige Bonitätsprüfungen und die Pflege Ihrer Finanzen sind hierbei entscheidend.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Warum kann ich nicht auf Klarna Rechnung bestellen?

Kann Klarna meine Bestellung ablehnen, ohne dass ich negative Einträge habe?

Ja, Klarna kann Ihre Bestellung aus verschiedenen Gründen ablehnen, selbst wenn Sie keine negativen Einträge bei der SCHUFA haben. Dazu gehören beispielsweise eine sehr kurze oder fehlende Kredithistorie, die Unvollständigkeit oder Inkonsistenz Ihrer persönlichen Daten, das Überschreiten eines individuellen Kauf- oder Forderungslimits oder auch automatische systemische Bewertungen.

Wie kann ich meine Bonität bei Klarna verbessern?

Eine Verbesserung Ihrer Bonität erreichen Sie primär durch eine pünktliche Begleichung aller Ihrer finanziellen Verpflichtungen, sowohl bei Klarna als auch bei anderen Anbietern. Vermeiden Sie Zahlungsverzug und halten Sie Ihre Kreditlinie im Rahmen. Eine saubere Zahlungshistorie ist der wichtigste Faktor für eine positive Bewertung.

Was mache ich, wenn meine Lieferung trotz Ablehnung der Rechnung bereits versendet wurde?

Wenn Ihre Bestellung trotz Ablehnung der Rechnung bereits versendet wurde, sollten Sie umgehend Klarna oder den jeweiligen Händler kontaktieren, um die weitere Vorgehensweise zu klären. Möglicherweise müssen Sie die Ware retournieren oder eine alternative Zahlungsart nachträglich vereinbaren. Ignorieren Sie die Zahlung nicht, da dies zu weiteren Mahnungen und negativen Einträgen führen kann.

Warum erhalte ich unterschiedliche Antworten bei verschiedenen Shops?

Die Entscheidung, ob eine Rechnungbestellung genehmigt wird, trifft Klarna. Jedoch können die Shops unterschiedliche Voreinstellungen oder Kriterien haben, die sie an Klarna übermitteln, oder Klarna bewertet die Bestellung basierend auf dem jeweiligen Händler und dessen Risikoprofil anders. Dies kann zu schwankenden Ergebnissen führen.

Wie lange dauert es, bis eine Ablehnung bei Klarna aufgehoben wird?

Eine Ablehnung ist nicht immer permanent. Wenn die Ursache für die Ablehnung behoben wurde (z.B. Begleichung einer offenen Schuld, Korrektur falscher Daten oder Verbesserung der Bonität), kann eine spätere Bestellung auf Rechnung wieder genehmigt werden. Klarna selbst nennt keine feste Frist, da die Entscheidung von verschiedenen dynamischen Faktoren abhängt.

Ist es möglich, dass meine Identität nicht korrekt überprüft werden konnte?

Ja, eine nicht erfolgreiche oder unvollständige Identitätsprüfung ist ein häufiger Grund für die Ablehnung von Zahlungen, einschließlich Klarna auf Rechnung. Dies kann passieren, wenn die von Ihnen eingegebenen Daten nicht mit den hinterlegten Informationen bei Auskunfteien übereinstimmen oder wenn es Probleme bei der automatisierten Verifizierung gibt.

Was bedeutet es, wenn Klarna mir nur eine eingeschränkte Auswahl an Zahlungsmethoden anbietet?

Wenn Ihnen bei der Bezahlung nur bestimmte Zahlungsarten zur Verfügung stehen, liegt dies in der Regel an Ihrer individuellen Risikobewertung durch Klarna. Basierend auf Ihrer Bonität, Ihrer bisherigen Nutzung von Klarna und anderen Faktoren kann Klarna entscheiden, Ihnen nur Zahlungsarten anzubieten, die ein geringeres Risiko für das Unternehmen darstellen.

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